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Immer mehr Herausgeber wollen ihre gedruckten Magazine auch digital veröffentlichen. Doch welche Möglichkeiten haben sie? Bei der Entscheidung, ob sie auf ePaper, eMag oder eine redaktionell aufbereitete Webseite ­setzen, steht eine Frage im Vordergrund: Setzen sie auch künftig auf Print oder ­lenken sie den Kurs sogar auf die Strategie «Digital first»?

Mit ihrem Kundenmagazin «Courrier» setzt die Leica AG seit 1966 auf Qualität – beim Druck, aber auch beim Inhalt: Grossformatige Bilder und Portfolios, Interviews und Hintergrundberichte sollen die hohe Qualität, für welche die Kameras aus der Schweiz seit Jahrzehnten stehen, abbilden. Im Dezember erschien der «Courrier» erstmals als ePaper, also als unveränderte digitale Version, die online gelesen werden kann. Leica setzt damit auf den digitalen Trend im Corporate Publishing: «Viele Leserinnen und Leser werden heute nur noch digital erreicht», sagt Marcel Krebs, Partner der AST & ­FISCHER AG, die sowohl den Druck wie auch die digitale Version des «Courrier» verantwortet.

Das Kundenmagazin «Courrier» von Leica erscheint neu auch als ePaper. (Bildquelle: Ast & Fischer Firmenzeitung Ausgabe 5)

Einen Schritt weiter ging die ­armasuisse mit ihrer Kundenzeitschrift «armafolio», die seit Dezember auch als digitales Magazin (eMag) erscheint: Ihre Inhalte sind per App digital abrufbar – speziell aufbereitet und mit zusätzlichen Bildern, Videos, Texten und Effekten bereichert. «Gerade technische Themen lassen sich mit Bewegtbildern einfacher erklären», sagt Krebs. Ein grosser Vorteil sei ausserdem die Analyse: «Beim digitalen Magazin erhält eine Redaktion sofort ein Feedback und sieht anhand der Statistiken, die wir unseren Kunden regelmässig liefern, welche Themen bei ihren Lesern ankommen.» Damit könne sie das Magazin auch inhaltlich laufend verbessern und an die Leser­bedürfnisse anpassen.

Gerade technische Themen lassen sich mit Bewegtbildern einfacher erklären

Marcel Krebs

«armafolio», das Kunden­magazin von armasuisse, kann über eine App als eMag heruntergeladen werden. (Bildquelle: Ast & Fischer Firmenzeitung Ausgabe 5)

Digital ja – aber wie?

Doch welches Format macht für welchen Titel Sinn? «Entscheidend sind Budget und Strategie», sagt Krebs. Will ein Unternehmen auch künftig in erster Linie auf Print setzen und erste Gehversuche mit einer digitalisierten Ausgabe unternehmen? Oder gibt es der digitalen Version künftig sogar den Vorrang? «Bei vielen Kunden ist es ein Prozess», sagt Krebs, «der Trend geht jedoch klar in Richtung redaktionell bewirtschaftete Webseiten.» Gilt «Digital first», werden Inhalte zuerst digital veröffentlicht – und eine zuvor bestimmte Artikelauswahl wird schliesslich hoch automatisiert in ein Printlayout abgefüllt und gedruckt. Die voranschreitende Digitalisierung bedeute daher nicht, dass es künftig keine gedruckten Magazine mehr geben wird, sagt Krebs. Es werde künftig jedoch vermehrt versucht, auf möglichst einfache Weise die redaktio­nellen Inhalte in den On- und Offline-Kanälen zu veröffentlichen und auch zu pflegen: «Jeder soll die Möglichkeit erhalten, Inhalte in seinem gewünschten Medium konsumieren zu können.»

Schweizer Garten – das meistgelesene Schweizer Gartenmagazin, erreicht Ihre Leser gedruckt und digital. Im digitalen Bereich konnten die Leser dadurch massiv ausgebaut werden. Gerade die digitale Version erlaubt eine frühzeitige Analyse der am besten beachteten Inhalte und ist damit für die Redaktion, dass Leser- und Anzeigenmarketing ein wichtiger Indikator geworden. (Bildquelle: Ast & Fischer Firmenzeitung Ausgabe 5)

Quelle Titelbild: Ast & Fischer Firmenzeitung Ausgabe 4