Das erste smarte Papier auf dem Markt verbindet Print mit der digitalen Welt: Im Papier Powercoat Alive von Antalis sind hauchdünne, programmierbare NFC-Chips eingebaut. Einfach das Handy auf die Weinetikette, die Schmuckverpackung, die VIP-­Einladung oder die Visitenkarte legen – und schon ist man online verlinkt.

Nun ist es so weit: Papier wird digital. Gegen aussen sieht das Papier Powercoat Alive, das von Antalis vertrieben wird, ganz normal aus. Es wird auch bedruckt wie jedes andere. Doch das Papier hat es wortwörtlich in sich: Zwischen den Schichten versteckt sich gedruckte Elektronik – hauchdünne NFC-Chips, die mit wenigen Klicks programmiert werden können. Wer sein Smartphone auf das Papier legt, wird sogleich mit der entsprechenden Website oder Landingpage verlinkt. Mit iPhones ist eine zusätzliche App nötig, alle anderen Handys öffnen die verlinkten Seiten automatisch. Die Etikette des edlen Tropfens, den man von seinen Gästen geschenkt erhält, verlinkt beispielsweise zum Video über das Weingut in der Provence. Oder sie verrät übers Handy, zu welchem Essen der Wein am besten passt. Oder sie verlinkt auf den Online-Shop des Winzers, damit man den Wein sogleich nachbestellen kann. «Das smarte Papier ist eine Weiterentwicklung des QR-Codes und verbindet Print mit der digitalen Welt», sagt Janine Hurschler von Antalis, es sei jedoch viel attraktiver, weil kein schwarzer Fleck mehr das Design zerstört – das NFC-Logo kann viel diskreter platziert werden.

Digitale Haptik

«Das Papier wird die CrossmediaKommunikation komplett verändern», ist Hurschler überzeugt, «es definiert die Funktion von Papier neu.» Das digitale Papier erlaube es, interaktiv zu kommunizieren, und gleichzeitig erzeuge es einen haptischen Effekt, der auch im heutigen Online-Zeitalter von grosser Bedeutung sei. Denn je mehr Sinne angesprochen würden, desto eher bleibe die Botschaft, die ein Kommunikationsmittel transportiere, beim Empfänger haften. «Die Unternehmen verbrauchen heute zwar weniger Papier, doch wichtige Informationen kommunizieren sie wieder vermehrt gedruckt statt online», sagt Hurschler – die Qualität des Papiers werde dabei immer wichtiger. Das neue digitale Papier eröffne nun ein neues Zeitalter in der Geschichte des Papiers. Auch erlaube es, die Wirksamkeit von Kampagnen und Werbemassnahmen in Echtzeit zu analysieren: «Ein Unternehmen kann jederzeit nachverfolgen, wann wie viele Kundinnen und Kunden von der Verlinkung Gebrauch machen.»

Visitenkarte im Smartphone

Die NFC-Technologie ermöglicht es – wie beim papierlosen Bezahlen –, Daten über Nahfeldkommunikation drahtlos zu übertragen. Das Programmieren des Chips ist simpel: einloggen, Link einfügen, fertig. Eingesetzt wird das hochwertige Kreativpapier in vielen Bereichen. Die Bank kann ihren wichtigsten Kunden beispielsweise EventEinladungen schicken, die auf die OnlineAnmeldung verlinken. Der Goldschmied ermöglicht seinen Kundinnen mit dem NFC-Chip in der Verpackung einen Blick hinter die Kulissen. Oder der Maschinenbauer legt einer Fachzeitschrift einen Flyer bei – mit integrierter Verlinkung auf seinen Wettbewerb. Auch für exklusive Visitenkarten eignet sich das Papier: Die Kontaktdaten werden direkt im digitalen Adressbuch des Smartphones geöffnet und auf Wunsch gespeichert.

Noch ist das Papier im oberen Preissegment angesiedelt. Es sei für sehr gezielte Marketingmassnahmen einzusetzen, sagt Hurschler: «Für den Einsatz in der Massenkommunikation ist es noch zu früh.» Doch das wird sich bestimmt ändern – gedruckte Elektronik wird in Zukunft noch viel mehr aus unseren Drucksachen herausholen. Wir sind gespannt.

Powercoat Alive – erhältlich bei der AST & FISCHER AG


Das neuartige, programmierbare Papier Powercoat Alive kann bei der AST & FISCHER AG bezogen und bedruckt werden.

Auch die Programmierung wird auf Wunsch von uns übernommen.

So funktioniert das digitale Papier:

  1. Papierqualität und -grösse auswählen
  2. Druck
  3. Auf Website Link eingeben und damit NFC-Chip programmieren
  4. Versand
  5. Analyse (real-time)

Bildquelle: AST & FISCHER AG

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