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Sorgfalt ist die Tugend jedes Bildbearbeiters. Dieser Tugend verpflichtet fühlt sich auch Stefan Wilhem, der seit 34 Jahren Kunden quer durch alle Branchen und auf allen Ausgabemedien zufriedenstellt.

Man könnten meinen je ruhiger die Persönlichkeit, desto lauter der Output. Vermuten lässt dies Stefan durch seine äusserst angenehme, ruhige und auch sympathische Art und seine damit im Kontrast stehende Freizeitbeschäftigung, das Spielen des Cornets in einer Brass-Band. Dieser Vergleich passt auch auf seine Arbeit, welche lautstark für sich selbst spricht. Da dies jedoch in den erwähnten 34 Jahren zu genüge unter Beweis gestellt wurde, konzentrieren wir uns in diesem Beitrag auf Stefan als Person.

Im nachfolgenden Film sehen Sie den in die Brass-Band-Uniform-Schale geworfene Stefan, wie er – jeden Ton exakt treffend – mit seinen Mit-Musikanten den gesamten Kirchgemeindehaus-Saal zu tosendem Applaus anregt.

Was macht Sie bei der AST & FISCHER AG unersetzlich?
Ich arbeite – mit Unterbrüchen – bereits seit meiner Lehre 1973 bei der AST & FISCHER AG, insgesamt sind es 34 Jahre. Ich kenne die Kunden und kann entsprechend auf ihre Vorstellungen eingehen. Dieses Wissen ist nicht unersetzlich, aber im praktischen Alltag sehr hilfreich.

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Als Bildbearbeiter brauche ich viel Platz für Vorlagen, Gemälde oder grosse Kopien. Neben zwei Bildschirmen stehen an meinem Arbeitsplatz noch ein Flachbettscanner sowie Vorlageständer, ein schwenkbares Normlicht und Durchsichtslicht für Dias, Folien oder alte Filme. Ein einziges Pflänzli ist da auch noch auf meinem Pult. Es ist jedoch die Leihgabe einer Kollegin – ich habe nicht so den Grünen Daumen.

Welches ist Ihr wichtigstes Arbeitsinstrument?
Photoshop. Ich arbeite mit zwei luxusmässig kalibrierbaren farbverbindlichen Bildschirmen von Eizo, sie sind für die Bildbearbeitung ein Muss.

Wie kommt es, dass Sie Polygraf wurden?
Ich machte eine Lehre als Fotolithograf. Dann kam die Digitalisierung und mit ihr die elektronischen Bildbearbeitungssysteme, riesige Dinger. Sie veränderten meine Arbeit grundlegend: Statt einzelne Farb-und Tonwertkorrekturen mit Chemikalien und feinen Pinseln auszuführen, bearbeite ich nun mit dem Computer alle Farbseparationen gleichzeitig.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Branche?
Die Abwechslung, aber auch die Veränderung. Die «alte Zeit» war zwar interessant und lehrreich, aber heute habe ich viel mehr Möglichkeiten. Ich bin begeistert und fasziniert von der neuen Technik, etwa von 3D-Visualisierungen.

Sorgen Sie für gute Stimmung am Arbeitsplatz oder sind Sie eher der stille Schaffer? Sind Sie durchtrainiert oder eine Leseratte?
Ich bin eher auf der ruhigen Seite. Sport ist mir wichtig: Ich fahre fast das ganze Jahr mit dem Velo zur Arbeit und bin auch in der Freizeit oft auf dem Bike oder Rennvelo. Lesen tue ich auch sehr gerne, am liebsten Bücher.

Welches war Ihr grösstes Erfolgserlebnis bei der AST & FISCHER AG? Und Ihr grösstes Missgeschick?
Unvergesslich bleibt ein riesiges, 56 Meter langes und 30 Meter breites Deckenbild von Pipilotti Rist für ein Hotel in Wien. Peinlich sind mir jene Situationen, wenn ich überzeugt bin, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe, und dann im Gespräch mit dem Kunden merke, dass ich ihn falsch verstanden habe. Bildbearbeitung ist immer Interpretations- und Geschmackssache – deshalb ist es auch so wichtig, dass man die Kunden möglichst gut kennt.

Wo und womit verbringen Sie am liebsten Ihre Mittagspause?
Mit Essen. Und ich schaue kurz ins «20 Minuten» oder in die «BZ».

Wo stehen Sie in zehn Jahren?
In zehn Jahren bin ich pensioniert. Ich habe noch keine konkreten Pläne.

Wenn Sie ein eigenes Magazin drucken könnten, wie würde es heissen?
Namen habe ich keinen, aber es wäre ein Magazin über Flugzeuge. Oder über Paragliding. Ich mache Tandemflüge als Passagier. Es ist einfach fantastisch, wenn man in Aufwind kommt und dann durch die Lüfte fliegt, auf gleicher Höhe wie die Mäusebussarde. Selber habe ich Paragliding nie gelernt – ich bin zugunsten der Familie zurückgestanden. Aber vielleicht könnte ich das ja als Pensionierter noch angehen.

Dieses Interview wurde veröffentlicht in der aktuellen AST & FISCHER Firmenzeitung.

Bildquelle: AST & FISCHER AG

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